Veranstaltungs-Blog SS 2020

Wanderung durch die Mark Brandenburg - Teil1: Die Architektur der Prignitz

Die Prignitz ist eine der ältesten Kulturlandschaften in der Mark Brandenburg. Zu ihr gehören heute der Landkreis Prignitz und der Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Die älteste Erwähnung der Prignitz findet man in einer Urkunde des „falschen Woldemar“ aus dem Jahr 1349.

Idyllische Dörfer und mittelalterliche Städte mit eindrucksvollen Sakralbauten und historischen Stadtkernen zeugen von einer bewegten und wohlhabenden Vergangenheit. Selbst in kleinen Dörfern mit weniger als 300 Einwohnern finden sich vereinzelte herrschaftliche Häuser und immer auch zumindest eine aufwendig gestaltete Kapelle, oft auch eine richtige Kirche.

Grund dafür ist die Christianisierung und Kolonialisierung der Prignitz nach dem Wendenkreuzzug von 1147 n.Chr. Das Gebiet wurde vom Bischof von Havelberg und vielen kleinen Territorialherren eingenommen und besiedelt. Unter diesen war ein Ritter Johannes, der nach seinem altmärkischen Besitz, der Gänseburg bei Pollitz, den Übernamen „Gans“ trug und auf seine Nachfahren weitervererbte. Diese nannten sich je nach ihren Besitzungen Gans von Wittenberge, Gans von Perleberg oder Gans von Putlitz und die Familie heißt heute noch: Gans Edle Herren zu Putlitz.
Diese Familie hat sich in besonderem Maße um die Prignitz verdient gemacht, was zu Teilen bis heute fortwirkt.

Das Besiedlungswerk in der Prignitz, das im Wesentlichen um 1300 n.Chr. abgeschlossen war, vollzog sich also unter dem Schutze einer zahlenmäßig starken Ritterschaft und war zu dieser Zeit ein gigantisches geplantes Großbauprojekt.

Wir zeigen Ihnen in der Bilderstrecke, die Sie unter diesem Link:

https://www.dropbox.com/sh/0us5hhg0efbvlso/AAAhyLbW7Tgk0HAbGxm_Ae5wa?dl=0

aufrufen können, vor allem kleinere gemeine Wohn- und Stadtbauten aus den Orten Perleberg (Rolandstadt, Kreisstadt der Prignitz), Pritzwalk, Putlitz und Neuruppin (Fontanestadt, Kreistadt von Ostprignitz-Ruppin). Sie verschaffen Ihnen einen Eindruck von der Atmosphäre in den Ansiedlungen und Städten der Prignitz.

Vorherrschend in dieser Region sind rote Backsteinbauten, wenige Fachwerkgebäude und später auch herrschaftliche Stadtvillen und Geschäftshäuser. Viele dieser Gebäude sind mittlerweile aufwändig und zeitgemäß saniert worden.

Verwendetete Quellen:
- Titelbild: Die Prignitz und das Land Rup­pin im Jahr 1659, Joan Blaeu: Geo­gra­phia Bla­via­na
- Wikipedia: Prignitz
- www.dieprignitz.de
- www.geschichtsverein-prignitz.de
- Fotos der Bilderstrecke: ©Petra Roloff

 

Liebe Mitglieder und Freunde der BWG,

willkommen zu unserem ersten Podcast zum Start des Sommersemesters 2020.

Über den nachfolgenden Link können Sie den Vortrag von Prof. Dr. Steffen Mau anhören, den er am 5.11.2019 im Rahmen unserer Reihe "über brücken" in der HU Berlin gehalten hat. Prof. Mau ist Makrosoziologe an der HU. Er ist in Rostock aufgewachsen und schildert sehr eindrücklich seine Forschungen zur Entwicklung der ostdeutschen Gesellschaft vor, während und nach der Wende. Mehr zu Steffen Mau finden Sie hier: https://www.sowi.hu-berlin.de/de/lehrbereiche/makro/mitarbeiter/Prof_Mau

Und das ist der Link zu dem Podcast: Lütten Klein

Ergänzend können Sie sich hier die PowerPoint-Präsentation herunterladen und damit die Audiodatei begleiten.

 

Virtuelles Veranstaltungsangebot im Sommersemester 2020

Liebe Mitglieder und Freunde der BWG,

als Alternative zu den Einschränkungen, die uns die Corona-Krise auferlegt, möchten wir Ihnen während des Sommersemesters 2020 ein virtuelles Programm anbieten, dass Sie ab 15.5.2020 hier einsehen können. 

Herzliche Grüße
Ihr geschäftsführender Vorstand